Flammenfühler 7.1

SELEKTIVE SICHT

Der Flammenfühler 7.1 bildet in Verbindung mit einem Flammenwächter der Serie 3000 eine komplette Flammenüberwachung zur Erfüllung der sicherheitstechnischen Anforderungen für Dampfkessel gemäß TRD. Das Flammenüberwachungssystem 3000 ist nach EN 298:2012 geprüft und zugelassen. Das Haupteinsatzgebiet dieses vollelektronischen Flammenfühlers ist die Flammendetektion an Rückstandsverbrennungsanlagen mit mehreren Brennern und somit sehr hoher Feuerleistungsdichte. Er ist überall dort einzusetzen, wo Verbrennungen überwacht werden müssen, bei denen die Flammenstrahlung nicht in kontinuierlichen Strahlungsbanden auftritt oder eine sichere Detektion im IR-Bereich aufgrund der Rückstrahlung aus dem Brennraum (heiße Ausmauerung, glühende Schmelze) nicht möglich ist. Einsatzorte sind daher Anlagen zur thermischen Behandlung und Energierückgewinnung von z.B. Klärschlamm, Pestiziden, kontaminiertem Abgas, Tailgas, Gichtgas, Teeröl und Pech. Darüber hinaus werden auch konventionelle Gas-, Öl- und Kohlenstaubfeuerungen mit dem Flammenfühler 7.1 ausgerüstet, wenn die Verfügbarkeit der Anlage oberstes Ziel ist. Das von der BFI Automation entwickelte und patentierte Verfahren, eine
Flamme durch die Erfassung der Temperaturrezirkulation ihrer Brenngase zu detektieren, erschließt völlig neue Anwendungsmöglichkeiten zur Sicherung einer Feuerungsanlage. Überwachungen, die Brennstoffe zuvor nur durch aufwendigen Parallelbetrieb von UV- und IR- Flammenfühlern sichern konnten, sind jetzt einfach und mit einer wesentlichen Steigerung der Verfügbarkeit
durch den Flammenfühler 7.1 zu ersetzen. Fehlabschaltungen durch Absorptionen
der Flammenstrahlung, hervorgerufen durch die Brennstoffzusammensetzung oder Aufgabe von zusätzlichen Medien, treten nicht mehr auf; Fehllichtsignale durch die Brennkammerwandstrahlung werden ausgeschlossen. Die Wahl des Spektralbereiches des Flammenfühlers erlaubt zusätzlich die Vorgabe einer geringsten Flammentemperatur, ab der die Detektion erfolgt. Eine spezielle Regelung der Signalverstärkung bewirkt die Ausblendung von Fremdverbrennungen, selbst wenn diese kurzzeitig größere Flammenintensitäten aufweisen als der zu überwachende Brenner. Diese sogenannte Anfahrhysterese unterstüzt die Unterdrückung niederfrequenter Temperaturdifferenzänderungen und verbessert so effektiv die Diskriminierung der Überwachung. Der 7.1 ist mit einer von außen steuerbaren Empfindlichkeitsumschaltung ausgestattet. Sie erlaubt die optimale Anpassung an unterschiedliche Feuerungsverhältnisse. Je nach Brennstoff oder Last kann leicht eine Feinabstimmung zur Diskriminierung und Flammenbewertung vorgenommen werden.

  • Überwachung von Feuerungen aller Art
  • TÜV geprüft, DIN-DVGW zugelassen
  • Fehlersicher, selbstprüfend
  • Vollelektronischer Aufbau
  • Temperaturdifferenz-Verfahren
  • Schutzart IP 65
  • standardmäßig ATEX Zone 2
  • optional ATEX Zone 1